Dialog Politik und Wirtschaft
Nordrhein-Westfalen ist im Ländervergleich Schlusslicht in vielerlei Hinsicht: Ob beim Wirtschaftswachstum, der Inneren Sicherheit oder im Bereich Schule und Bildung. Auch mit Blick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ist NRW denkbar schlecht aufgestellt. Generationengerechtigkeit ist bisher ein frommer Wunsch.

Bundesweit gilt aber: Wir werden bunter, wir werden weniger, wir werden älter! Im Dialog mit Vertretern der Wirtschaft und der Politik am 4. März 2017 diskutierte die Frauen Union zusammen mit der Jungen Union und dem CDU-Stadtverband in Ratingen zahlreich erschienen Bürgern engagiert die Themen, die uns aktuell alle betreffen und bewegen. Der Fachkräftemangel macht sich jetzt schon schmerzlich bemerkbar. Künftig können wir auf keine ausgebildete Fachkraft mehr verzichten. Das gilt insbesondere für Frauen. Doch auch bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen ist Nordrhein-Westfalen Schlusslicht, nur 47,5 % sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nur 28% sind in Vollzeit tätig. Hier gibt es enormen Handlungsbedarf – auch im Hinblick auf die Sicherung einer angemessenen Altersversorgung. Dies wiederum ist ein wichtiges Thema auch für die Vertreter der jungen Generation. „Die Politik, die Arbeitgeber und die öffentliche Hand sind gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen sicherzustellen“, so die Vorsitzende der Frauen Union Ratingen, Mechthild A. Stock. „Auf der politischen Ebene brauchen wir bedarfsgerechte Förderkonzepte für Frauen, auf der Arbeitgeberseite flexible Konzepte zur Vereinbarkeit für Familie und Beruf und für den Wiedereinstieg nach der Familienphase sowie bei der öffentlichen Hand verlässliche und gute Betreuungsangebote für den Kita- und Grundschulbereich. Und dies alles mit viel weniger Bürokratie für alle Beteiligten.“ Dies gilt auch für die junge Generation. Der Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Mettmann, Sebastian Köpp, fordert deshalb flexible, zukunftsfähige und vor allem verlässliche Beschäftigungs- und Arbeitszeitmodelle. „So kann Generationengerechtigkeit realisiert werden.“ Ina Bisani bringt es als Moderatorin des Abends auf den Punkt: „Nach wie vor gilt der Grundsatz der Subsidiarität - und nicht die Bevormundung des Einzelnen“. Da waren sich alle einig.
