Blauer See: CDU fordert Nutzungskonzept / Naturbühne als regionales Marketinginstrument
Während die Bezirksregierung in Sachen Blauer See auf die Bremse drückt, möchte die CDU lieber das Gaspedal betätigen und dem Projekt neuen Schwung geben. In einem Antrag an den Bürgermeister fordern die Christdemokraten, „sich aktiv zur notwendigen Restaurierung des gesamten Geländes (…) zu bekennen“ und damit gezielt ein Signal in Richtung Regierungspräsidentin zu senden.

Überregionales Marketinginstrument Fraktionsvorsitzender Ewald Vielhaus unterstreicht die überregionale Bedeutung der Freizeitanlage: „Der Kreis Mettmann betrachtet die Anlage im Rahmen seiner Marketinginitiative ‚Neanderland’ als elementaren Bestandteil im Bereich der Freizeitgestaltung“. Deshalb müsse die Sache in Ratingen hohe Priorität haben. Im Einzelnen schlägt die CDU-Fraktion mehrere Punkte zum Beschluss vor. Zuerst sollen Verhandlungen mit dem Eigentümer über den Erwerb des Areals aufgenommen werden, damit die Stadt das Gelände selbständig sanieren und modernisieren kann. Des Weiteren gehe es darum, „die angestrebte Entwicklungsmöglichkeit des Freizeitgelän-des“ planungsrechtlich abzusichern. Hierzu seinen Abstim-mung zur Gebietsentwicklungs- und Flächennutzungsplanung sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Nutzungskonzept gefordert „Ein wichtiger Punkt wird aber natürlich ein vernünftiges Nutzungskonzept sein, dass eventuell von einem externen Büro erstellt werden sollte“, betont Vielhaus. Auch hierzu hat sich die CDU bereits Gedanken gemacht. Dabei steht die Freilichtbühne im Mittelpunkt: „Es ist eine von lediglich acht Bühnen, die in NRW für Kulturveranstaltungen genutzt werden. Sie ist heute meist ausgebucht. Das ist ein riesiger Pfund“. Allerdings müsse sie grundlegend saniert und auf neustes technisches Niveau gebracht werden. Insbesondere im Zuschauerbereich und bei den sanitären Anlagen gebe es enorme Defizite. Auch den Märchenzoo will die CDU erhalten. Doch auch hier müsse in Sanierung, Modernisierung und eventuelle Erweiterung investiert werden. „Das gilt auch für das Gelände um den See herum“, macht Vielhaus klar, während er für die übrigen Freizeitanlagen keine Zukunft sieht und deren Beseitigung vorschlägt. Restaurant mit Hotel / privater Investor An Stelle des jetzigen Restaurants können sich die Christdemokraten einen Ersatzbau vorstellen, in dem sowohl Hotellerie als auch Gastronomie untergebracht werden könnten. Sie verweisen damit auf die Tatsache, dass „wir auswärtige Besucher aus der gesamten Region haben, die wir auch gerne in der Stadt halten möchten“. Für das gesamte Projekt soll nach dem Willen der CDU ein Investor gefunden werden. Vielhaus: „Wenn wir vernünftige Rahmenbedingungen schaffen können, dann sollte es auch unser Ziel sein, einen Unternehmer zu finden, der am Betrieb der Anlage interessiert ist, und der sich an den Investitionskosten beteiligt“.
