101. Geburtstag von Gerhard Schröder
Am 11. September 2011 jährte sich der 101. Geburtstag Gerhard Schröders. Der studierte Jurist war von 1953 bis 1961 Bundesminister des Innern, von 1961 bis 1966 Bundesminister des Auswärtigen und von 1966 bis 1969 Bundesminister der Verteidigung. Er gehörte zu den Männern, die die Anfänge der Bundesrepublik und Europas maßgeblich geprägt haben. Sein Wahlkreis war Düsseldorf-Mettmann.

Anlässlich des Geburtstags des charismatischen Politikers lud der CDU-Kreisverband Mettmann, Peter Beyer MdB, Harald Giebels MdL und der Evangelische Arbeitskreis zur Gedenkfeier ins Haus Oberschlesien nach Ratingen-Hösel ein. Rund 100 Besucher folgten der Einladung, darunter waren viele Wegbegleiter Schröders. Festredner war Ruprecht Polenz MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. Schröders Amtszeit als Chef des Auswärtigen Amts unter den Bundeskanzlern Konrad Adenauer und Ludwig Erhard prägte der Streit zwischen den Atlantikern einerseits und den Gaullisten andererseits und die nach der Herstellung des atomaren Gleichgewichts notwendig gewordene Suche nach neuen Wegen in der Deutschland- und Ostpolitik. Der bis heute letzte Außenminister der CDU suchte durch die Verbindung von Deutschland- und Entspannungspolitik, für die er den Begriff „Politik der Bewegung“ schuf, die Bonner Außenpolitik an die veränderten internationalen Gegebenheiten der sechziger Jahre anzupassen. Neben einem Blick auf die Person Gerhard Schröder und deren politisches Schaffen, lautete die Frage des Nachmittags, welches Vermächtnis hat er uns hinterlassen? Welche Antworten würde er in der momentanen Diskussion um das krisengeplagte Europa geben? Wie würde er handeln? Polenz ging dieser Frage in seinem Festvortrag nach. „Die Veranstaltung war ein gutes Signal an die eigenen Mitglieder“, freute sich Dr. Jan Heinisch, Kreisvorsitzender, der sich begeistert zeigte vom Festvortrag. In schwierigen Zeiten habe die CDU immer die Politik der ruhigen Hand gehabt und Lösungen geboten, die Deutschland nach vorne gebracht haben, so der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer. Er ließ aber auch durchblicken, dass dringend mehr mit dem Bürger gesprochen werden müsse, die Veranstaltung sei ein guter Beitrag zum Verständnis der Politik Angela Merkels nicht nur bei den CDU-Mitgliedern gewesen, so Beyer.
